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04-08-2015

Der Neem oder Apothekenbaum des Dorfes

Neem Der Neem (Azadirachta indica), der auch als Neembaum oder freigiebiger Baum Indiens bezeichnet wird, ist in Indien seit Jahrhunderten aufgrund seiner zahlreichen heilenden Tugenden bekannt. Der Neem, der manchmal magischer Baum oder Apothekenbaum des Dorfes getauft wird, enthält zahlreiche Substanzen mit entzündungshemmenden, antibakteriellen oder immunstimulierenden Aktivitäten. Die ersten medizinischen Texte in Sanskrit beziehen sich auf die positiven Effekte seiner Früchte, seiner Samen, seines Öles, seiner Blätter, seiner Wurzel oder seiner Rinde. Jedes Teil von ihm wird seit Jahrhunderten von der ayurvedischen Medizin verwendet, um die unterschiedlichsten Gesundheitsprobleme zu behandeln. In den Regionen, wo er übrigens vor kurzem eingeführt wurde, in Südamerika oder im tropischen Afrika, steht sein guter Ruf zur Linderung von verschiedenen Problemen schon außer Zweifel.

Heutzutage stützt sich die am weitesten verbreitete und anerkannteste Verwendung auf seine allgemeinen antiseptischen Qualitäten. Präparate auf der Basis von Neemextrakten haben ihre Wirksamkeit gegen eine ganze Reihe von Hautkrankheiten, Wunden oder infizierten Verbrennungen unter Beweis gestellt. Seine Blätter, die in Form von Breiumschlägen oder Abkochungen appliziert werden, werden auch im Fall von Furunkeln, Geschwüren oder Ekzemen empfohlen. Das Öl wird seinerseits für die Hautpathologien wie die Skrofeln, die indolenten Geschwüre oder den Herpes verwendet.

Auf seine Behandlungsqualitäten gegen eine große Anzahl von anderen Gesundheitsproblemen wurde ebenfalls Anspruch erhoben, aber sie wurden noch nicht auf unabhängige Weise von kontrollierten Versuchen bestätigt. Trotz alledem lassen interessante Indikationen vermuten, dass der Neem in der Zukunft noch weitreichender verwendet werden kann.
Diese vielversprechenden, aber noch nicht bestätigten Pisten beinhalten entzündungshemmende, blutdrucksenkende oder antiulzeröse Behandlungen.

Die traditionelle Verwendung des Neems in Indien

Zu der Zeit, als die Veden zusammengesetzt wurden, wurde der Neem als “Sarva Roga Nivarini” oder “der Baum, der alle Leiden und Krankheiten heilen kann” bezeichnet und noch Jahrhunderte später wird er als solcher betrachtet. Die Ankunft der portugiesischen, britannischen und französischen Kolonialherren auf dem Subkontinent Indien hat zu der Einstellung von bestimmten traditionellen Praktiken geführt, wie die, die Neemblätter zu verwenden, um die Erntevorräte und die Samen, zugunsten modernerer Techniken, zu schützen. Aber die Verwendung des Neems ist tief verankert geblieben in der indischen Mentalität und heutzutage, zusätzlich zu seiner Verwendung bei der Behandlung von unterschiedlichen Krankheiten, ist er immer noch Bestandteil in der Zusammensetzung von Zahnpasten, Seifen, Sakramenten und Nahrungsmitteln für Millionen Inder.

Die ersten Forschungsarbeiten über eine mögliche kommerzielle Verwendung des Neems wurden vom Indischen Institut für Wissenschaften in Bangalore während den Jahren 1920 realisiert. Bis 1933 wurde der Neemkuchen (die gepresste Masse, aus der man das Öl extrahiert) verwendet, um die Felder mit Rohrzucker fruchtbar zu machen und die Termiten fern zu halten.

Mahatma Gandhi hat fest in den heilenden Wert des Neems geglaubt. Er hat die Gebetsversammlungen im Ashram Sabarmati unter einem Neembaum durchgeführt und ein Chutney aus Neemblättern war Bestandteil seiner täglichen Ernährung.

Eine antifungische und antibakterielle Aktivität

In der ayurvedischen Medizin werden das Öl aus Neemsamen, die wässrigen Extrakte aus Neemblättern, das Pulver aus Neemblatt oder der Rauch der getrockneten Neemblätter, die gerade verbrannt werden, in Indien traditionell verwendet, um den Pilzkrankheiten vorzubeugen und sie zu behandeln.

Die Extrakte aus Neemblättern und das Neemöl haben ihre Wirksamkeit gegen bestimmte Pilze, die den menschlichen Organismus infizieren, gezeigt. Solche Pilze stellen ein immer größer werdendes Problem dar und sind schwierig durch die synthetischen Fungizide zu kontrollieren. So hat eine Laborstudie1 die Wirksamkeit eines Präparates auf der Grundlage von Neem auf die Kulturen von 14 geläufigen Pilzen gezeigt, einschließlich der Mitglieder der Familien von:
    - Trichophyton, der Pilz des “athlete's foot“, der die Haare und die Nägel infiziert;
    - Epidermophyton, ein “Herpes“, der die Haut und die Fussnägel befällt;
    - Microsporum, ein Herpes, der die Haare, die Haut und in selteneren Fällen die Nägel befällt;
    - Trichosporon, ein Pilz des Magen-Darm-Systems;
    - Geotrichum, ein der Hefe ähnlicher Pilz, der für Infektionen der Bronchien, der Lungen und der Schleimhaut verantwortlich ist;
    - Candida, ein der Hefe ähnlicher Pilz, den man in der normalen Schleimhautflora vorfindet, der aber unkontrolliert werden kann und so eine Quelle von Schäden im Mund, in der Scheide, auf der Haut, auf den Händen und in den Lungen sein kann.
Das aus den Blättern, Samen und der Rinde des Neembaums extrahierte Öl übt eine antibakterielle Wirkung mit umfangreichem Wirkungsspektrum gegen die gramnegativen oder grampositiven Mikroorganismen, einschließlich dem M. tuberculosis und seinen Stämmen, die gegenüber dem Streptomycin2 resistent sind, aus. In Versuchen hemmt es die pathogenen Bakterien, einschließlich:
    - Staphylococcus aureus3, von dem zahlreiche Stämme jetzt dem Penicillin und anderen Antibiotika gegenüber resistent sind, was die Häufigkeit des Auftretens von Infektionen mit Staphylokokken in den Krankenhäusern erklärt;
    - Salmonella typhosa4. Diese Bakterie, die in den Nahrungsmitteln und im Wasser lebt, ist für das Typhusfieber und eine Vielfalt von Infektionen, einschließlich den Blutvergiftungen und den Darmentzündungen, verantwortlich.
Es hemmt in vitro Bakterien wie die Vibrio cholerae, Klebsiella pneumoniae, M. tuberculosis oder M. pyogenes5. Vor kurzem wurde die antibakterielle Aktivität des Öls aus Neemsamen gegenüber 14 pathogenen Bakterienstämmen ausgewertet6. Aber wie alle Antibiotika, ist die antibakterielle Aktivität des Neems beschränkt und bestimmte Bakterienstämme sind ihm gegenüber resistent.

Pflege und Behandlung von Zähnen

In Indien und in Afrika verwenden Millionen von Menschen jeden Tag Zweige als Zahnbürsten. Für die meisten von ihnen sind die Zweige aus Neem. Die Zahnärzte haben diese antike Gepflogenheit unterstützt, da sie festgestellt haben, dass sie wirksam der Parodontose vorgebeugt hat7.

Eine Studie hat die hemmenden Effekte eines wässrigen Extraktes aus Neemstamm auf die Aggregation, das Wachstum und die Adhäsion von Bakterien auf das Hydroxylapatit sowie auf die Produktion von unlöslichen Glucanen (unlösliche Derivate aus Glukose), die dazu neigen, in vitro die Bildung von Zahnbelag zu beeinträchtigen, untersucht. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass der Neemextrakt die Synthese der unlöslichen Glucane gehemmt hat und die Fähigkeit von bestimmten Streptokokken, sich auf den Oberflächen der Zähne anzusiedeln, reduziert hat8. Die Wirksamkeit eines Extraktes aus Neemblättern gegen die Bildung von Zahnbelag wurde bei einer Gruppe von Männern im Alter von 20 bis 30 Jahren, über einen Zeitraum von sechs Wochen, ausgewertet. Die klinische Studie hat die Wirksamkeit eines Zahngels, das einen Extrakt aus Neemblättern enthalten hat, mit der einer Mundspülung mit Chlorhexidin verglichen. Die Ergebnisse der Studie suggerieren, dass das Gel, das einen Neemextrakt enthält, deutlich den Index des Zahnbelags und die Anzahl der Bakterien reduziert hat9.

Antivirale Eigenschaften

Bestimmte Komponenten des Neems beweisen eine einzigartige Fähigkeit, die Viren zu umschließen und sie so daran zu hindern, Infektionen hervorzurufen. Der Neem hemmt auch die Replikation der Viren, indem er auf der Oberfläche der Zellen eingreift.
Pharmakologische Studien unterstützen die Tatsache, dass die Neemblätter antivirale Eigenschaften aufweisen würden. Auch wenn es sich nur um nicht bestätigte Vorergebnisse handelt, so sind sie doch interessant. In den Vereinigten Staaten haben wässrige Extrakte aus Neemblättern gezeigt, dass sie auf niedrige bis gemäßigte Weise die DNA-Polymerase des Virus der Hepatitits B gehemmt haben10. In Deutschland hat sich ein alkoholischer Extrakt aus Neem als wirksam gegen den Herpesvirus herausgestellt11. Die antiviralen und virulenten Effekte eines alkoholischen Extraktes aus Neemblatt wurden auf die Viren der Coxsackie-B-Gruppe unter Beweis gestellt12. Er hemmt in vitro die Bildung von Plaque der verschiedenen Typen von Antigenen des Coxsackie-B-Virus bei einer Konzentration von 1 mg/ml.

Eine nachgewiesene antioxidative Aktivität

Die antioxidative Aktivität des Extraktes aus Neemsamen wurde in vivo während dem Keimen einer Pflanze unter Beweis gestellt. Bei männlichen Ratten, denen ein oxidativer Stress durch ein äußerst wirkungsvolles Karzinogen für die Leber induziert wurde, hat eine Vorbehandlung mit einem alkoholischen Extrakt aus Neemblättern die Konzentration an Lipidperoxiden verringert. Eine andere Studie wurde mit männlichen Albinomäusen durch das gleiche Forschungsteam durchgeführt. Ein alkoholischer Extrakt aus Neemblättern hat die Lipidperoxidation reduziert und die antioxidative Aktivität, die mit der Glutathion-Peroxidase verbunden ist, stimuliert 13.

Positive Effekte auf die Entzündungskrankheiten

Der Neem wird bei der Behandlung von Rheuma und Arthritis genauso gut wie bei anderen Entzündungskrankheiten verwendet. Zahlreiche Forschungsarbeiten haben die entzündungshemmenden Eigenschaften des Neems gezeigt14. Andere haben gezeigt, dass einer seiner hauptsächlichen Wirkstoffe, das Nimbidin, aus seinen Samen extrahiert, eine positive Wirkung auf die Arthritis und die Inflammation ausgeübt hat. Die entzündungshemmende Wirkung des Neems kommt durch verschiedene Typen von Aktivitäten gegen die akute oder chronische Inflammation zum Ausdruck. Die starke Hemmung der sofortigen und akuten Inflammation, die durch den Neem hervorgerufen wird, suggeriert, dass er der Freisetzung von neurochemischen Substanzen, die die Inflammation induzieren, wie die Prostaglandine, vorbeugt. Eine Studie hat in der Tat gezeigt, dass ein Extrakt aus Neemblättern wirksamer die Prostaglandine gehemmt hat, als es das Aspirin gemacht hat15.

Ein leberschützender Effekt

Nachforschungen haben gezeigt, dass ein wässriger Extrakt aus Neemblättern einen Schutz vor der Lebernekrose, die bei Ratten durch Paracetamol induziert wurde, geboten hat. Die hohen Werte der AST, der ALT und der GGT, Indikatoren für Leberschäden, wurden durch die Verabreichung des wässrigen Extraktes aus Neemblättern deutlich vermindert16. Der antiulzeröse Effekt eines wässrigen Extraktes aus Neemblättern wurde bei Ratten untersucht, die einem Stress ausgesetzt wurden oder die man Ethanol einnehmen lassen hat. Der Extrakt wurde in Dosen von 10, 40 oder 160 mg Blättern pro Kilo Körpergewicht in einem einzigem Mal oder in einer Serie von fünf Dosen als Vorbehandlung verabreicht. Der Neem hat auf dosisabhängige Weise den Schweregrad des Magengeschwürs bei Ratten, die einem Stress unterworfen wurden, reduziert und hat auch die Schäden, die durch den Ethanol auf die Magenschleimhaut hervorgerufen wurden, verringert. Der Extrakt scheint der Degranulation der Mastozyten vorzubeugen und die Mengen der Magenschleimhaut bei den gestressten Tieren zu erhöhen. Dies könnte zumindest zum Teil die antiulzeröse Wirkungsweise des Neems erklären17. Im Labor hat man gezeigt, dass ein wässriger Extrakt aus der Neemrinde eine äußerst wirkungsvolle antiulzeröse Aktivität und antiazide Sekretionen aufgewiesen hat18.

Eine blutzuckersenkende Aktivität

Ein wässriger Extrakt aus Neemblättern hat auf deutliche Weise die Blutzuckerwerte verringert und der Hyperglykämie, die durch die Glukose induziert wurde, vorgebeugt19. Ein wässriger Extrakt aus Neemblättern, der auf oralem Weg verabreicht wurde, hat eine Hypoglykämie bei gesunden Ratten und eine Verringerung des Blutzuckers bei den Ratten, denen auf xperimentelle Weise ein Diabetes induziert wurde, hervorgerufen20.
Der blutzuckersenkende Effekt des Extraktes aus Neemblättern könnte auf das Vorhandensein eines Flavonoids, das Quercetin, zurückzuführen sein.

Neem und Malaria

Die Malaria ist eines der am häufigsten auftretenden Fieber in Indien und unter den Tropen. Der Extrakt aus Neemblättern wird seit Menschengedenken von den indischen praktizierenden Ärzten der ayurvedischen Medizin verschrieben, um die Malaria zu behandeln. Die getrockneten Blätter werden als Kräutertee von den Bevölkerungen im Niger und in Haiti verwendet, um diese Krankheit zu behandeln.

Die Forschung hat gezeigt, dass der Neem für die Parasiten der Malaria toxisch ist und dass er das Fieber, unter dem die Patienten leiden, die von dieser Krankheit betroffen sind, senken kann. Wässrige oder alkoholische Extrakte aus Neemblättern haben ihre Wirksamkeit gegen den Parasit P. Falciparum gezeigt.

Forschungsarbeiten in Indien haben darüber berichtet, dass Komponenten eines alkoholischen Extraktes aus Blättern und Samen des Neems wirksam gegen die Parasitenstämme der Malaria waren, die gegenüber dem Chloroquin 21 empfindlich oder resistent sind. Die verschiedenen getesteten Extrakte haben das Wachstum der Parasiten innerhalb von 72 Stunden unterdrückt.

Obwohl es sich hier nur um Vorergebnisse handelt, weisen diese Daten auf eine interessante Forschungslinie hin. Man muss berücksichtigen, dass auch wenn diese Neemextrakte wirksam die Parasiten der Krankheit bekämpfen, man nie gezeigt hat, dass sie fähig sind, der Entwicklung der Infektion im Organismus vorzubeugen.

Eine Anti-Krebs-Aktivität

In Indien und in Südostasien haben die praktizierenden Ärzte der ayurvedischen Medizin erfolgreich den Neem verwendet, um die Tumore zu reduzieren. Studien zeigen eine Anti-Krebs-Aktivität der wässrigen Extrakte der Neemblätter. Berichte haben die Verwendung der Neemextrakte zur Behandlung von Patienten, die unter verschiedenen Formen von Krebs leiden, untersucht22.

Der Anti-Krebs-Effekt von zwei unterschiedlichen Dosen (250 und 500 mg pro Kilo Körpergewicht) eines alkoholischen Extraktes aus Neemblatt wurde bei Mäusen, bei denen der Krebs chemisch induziert wurde, untersucht. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass die beiden Dosen aus Neemblattextrakt das Auftreten von Tumoren reduziert haben23.

Literaturverzeichnis:
1- Khan and Wassilew, 1987.
2- Chopra, Gupta and Nair, 1952.
3- Schneider, 1986.
4- Patel et Trivedi, 1962.
5- Satyavatu, Raina and Sharma, 1976.
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9- Pai MR et al., 2004.
10- Informations de D .W. Unander.
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12- Badam, Koshi and Bedekar, 1999.
13- Subapriya et al., 2004.
14- Okpanyi, 1981.
15- Okpako, 1977.
16- Bhanwra et al., 2000.
17- Garg et al., 1993.
18- Bandyopadyay, 1998.
19- Murty et al., 1978.
20- El-hawary et al., 1990.
21- Badam et al., 1987.
22- Hartwell, 1982.
23- Dasgupta et al., 2004.
Le neem ou arbre-pharmacie du village Le neem (Azadirachta indica), appelé aussi margousier ou lilas des Indes, est connu en Inde depuis des siècles pour ses nombreuses vertus curatives. Baptisé parfois arbre aux merveilles ou arbre-pharmacie du village, le neem contient de nombreuses substances avec des activités anti-inflammatoires, antibactériennes ou immunostimulantes. Les premiers textes médicaux en sanskrit font référence aux effets bénéfiques de ses fruits, de ses graines, de son huile, de ses feuilles, de sa racine ou de son écorce. Chacun d'eux est utilisé depuis des siècles par la médecine ayurvédique pour traiter divers problèmes de santé. Par ailleurs, dans les régions où il a été plus récemment introduit, en Amérique du sud et en Afrique tropicale, sa réputation de soulager différents troubles n'est déjà plus à faire

Aujourd'hui, l'usage du neem le mieux établi et le plus largement reconnu s'appuie sur ses qualités d'antiseptique général. Des préparations à base d'extraits de neem ont démontré leur efficacité contre toute une série de maladies de peau, de plaies ou de brûlures infectées. Ses feuilles, appliquées sous forme de cataplasmes ou de décoctions, sont également recommandées dans les cas de furoncles, d'ulcères ou d'eczémas. L'huile est utilisée, quant à elle, pour les pathologies cutanées comme les scrofules, les ulcères indolents ou l'herpès.

Ses qualités de traitement contre un grand nombre d'autres problèmes de santé ont également été revendiquées mais n'ont pas encore été confirmées de façon indépendante par des essais contrôlés. Malgré tout, des indications intéressantes laissent supposer que le neem puisse être, dans le futur, beaucoup plus largement utilisé.
Ces pistes prometteuses mais non confirmées incluent des traitements anti-inflammatoires, hypotenseurs ou antiulcéreux.

L'usage traditionnel du neem en Inde

Au temps où les Veda furent composés, le neem était appelé «Sarva Roga Nivarini», ou «celui qui peut guérir toutes les affections et les maladies», et est toujours considéré comme tel plusieurs siècles après. L'arrivée des colonisateurs portugais, britanniques et français sur le sous-continent indien a conduit à l'abandon de certaines pratiques traditionnelles comme celles d'utiliser les feuilles de neem pour protéger les stocks de récoltes et de grains au profit de techniques plus modernes. Mais l'usage du neem est resté profondément ancré dans les mentalités indiennes et aujourd'hui, outre l'usage qui en est fait dans le traitement de différentes maladies, il entre toujours dans la composition de pâtes dentifrice, de savons, de sacrements et d'aliments pour des millions d'Indiens.

Les premiers travaux sur un possible usage commercial du neem ont été réalisés par l'Institut indien des sciences au Bangalore pendant les années 1920. Jusqu'en 1933, le gâteau de neem (la matière pressée dont on a extrait l'huile) était utilisé pour fertiliser les champs de cannes à sucre et tenir les termites à l'écart..

Le Mahatma Gandhi croyait fermement en la valeur bénéfique du neem. Il conduisait des réunions de prières à l'ashram Sabarmati sous un arbre de neem et un chutney de feuilles de neem faisait partie de son alimentation quotidienne.

Une activité antifongique et antibactérienne

Traditionnellement, dans la médecine ayurvédique, l'huile de graines de neem, des extraits aqueux de feuilles de neem, de la poudre de feuille de neem ou la fumée de feuilles sèches de neem en train de brûler sont utilisés en Inde pour prévenir et traiter les maladies fongiques.

Les extraits de feuilles de neem, l'huile de neem ont montré leur efficacité contre certains champignons qui infectent l'organisme humain. De tels champignons constituent un problème grandissant et sont difficilement contrôlés par des fongicides synthétiques. Ainsi, une étude de laboratoire1 a montré l'efficacité d'une préparation à base de neem sur des cultures de 14 champignons courants, incluant des membres des familles des :
    - Trichophyton, le champignon du «pied-d'athlète» qui infecte les cheveux et les ongles ;
    - Epidermophyton, un «herpès» qui envahit la peau et les ongles des pieds ;
    - Microsporum, un herpès qui envahit les cheveux, la peau et, plus rarement, les ongles ;
    - Trichosporon, un champignon du système gastro-intestinal ;
    - Geotrichum, un champignon similaire à une levure, responsable d'infections des bronches, des poumons et des membranes mucosiques ;
    - Candida, un champignon similaire à une levure que l'on trouve dans la flore mucosique normale, mais qui peut devenir incontrôlable et être alors source de lésions dans la bouche, le vagin, sur la peau, sur les mains et les poumons.
L'huile extraite des feuilles, des graines et de l'écorce de neem exerce une action antibactérienne à large spectre contre les micro-organismes à Gram négatif ou Gram positif incluant M. tuberculosis et des souches résistantes à la streptomycine2. Dans des essais, elle inhibe des bactéries pathogènes incluant :
    - Staphylococcus aureus3, dont de nombreuses souches sont maintenant résistantes à la pénicilline et à d'autres antibiotiques, expliquant la fréquence de l'apparition d'infections à staphylocoques dans les hôpitaux ;
    - Salmonella typhosa4. Cette bactérie qui vit dans les aliments et l'eau est responsable de la fièvre typhoïde et d'une variété d'infections incluant des empoisonnements du sang et des inflammations de l'intestin.

    In vitro, elle inhibe des bactéries comme Vibrio cholerae, Klebsiella pneumoniae, M. tuberculosis ou M. pyogenes5. Plus récemment, l'activité antibactérienne de l'huile de graines de neem a été évaluée contre 14 souches de bactéries pathogènes6. Mais tout comme les antibiotiques, l'activité antibactérienne du neem est limitée et certaines souches de bactérie lui résistent.

    Soins et traitement des dents

    En Inde et en Afrique, des millions de gens utilisent chaque jour des brindilles comme brosses à dents. Pour nombre d'entre eux, les brindilles sont en neem. Les dentistes ont soutenu cette pratique ancienne constatant qu'elle prévenait efficacement la maladie parodontale7.

    Une étude a examiné les effets inhibiteurs d'un extrait aqueux de tige de neem sur l'agrégation, la croissance et l'adhérence de bactéries sur l'hydroxyapatite ainsi que sur la production de glucans insolubles (dérivés insolubles de glucose) susceptibles d'affecter, in vitro, la formation de la plaque dentaire. Les résultats ont montré que l'extrait de neem inhibait la synthèse de glucans insolubles et pouvait réduire la capacité de certains streptocoques à coloniser la surface des dents8. L'efficacité d'un extrait de feuilles de neem contre la formation de la plaque dentaire a été évaluée chez un groupe d'hommes âgés de 20 à 30 ans pendant une période de six semaines. L'étude clinique a comparé l'efficacité d'un gel dentaire contenant un extrait de feuilles de neem à celle d'un bain de bouche à la chlorhexidine. Les résultats de l'étude suggèrent que le gel contenant l'extrait de neem a significativement réduit l'index de la plaque dentaire et le nombre de bactéries9.

    Des propriétés antivirales

    Certains composants du neem démontrent une capacité unique à cerner les virus, les empêchant ainsi de provoquer des infections. Le neem inhibe également la réplication des virus en interférant avec la surface des cellules.
    Des études pharmacologiques soutiennent le fait que les feuilles de neem auraient des propriétés antivirales. Bien que ce ne soient que des résultats préliminaires non confirmés, ils sont intéressants. Aux États-Unis, des extraits aqueux de feuilles de neem ont montré qu'ils inhibaient de façon faible à modérée l'ADN polymérase du virus de l'hépatite B10. En Allemagne, un extrait alcoolique de neem s'est montré efficace contre le virus de l'herpès11. Les effets antiviral et virucide d'un extrait alcoolique de feuille de neem ont été démontrés sur les virus Coxsackie de groupe B12. In vitro, il inhibe la formation de la plaque de différents types antigéniques du virus Coxsackie B à la concentration de 1 mg/ml.

    Une activité antioxydante démontrée< /h3> L'activité antioxydante d'extrait de graines de neem a été démontrée in vivo au cours de la germination d'une plante. Sur des rats mâles chez lesquels un stress oxydant était induit par un puissant carcinogène hépatique, un prétraitement avec un extrait alcoolique de feuilles de neem diminuait la concentration de lipides peroxydés. Une autre étude a été menée chez des souris albinos mâles par la même équipe de chercheurs. Un extrait alcoolique de feuilles de neem réduisait la peroxydation lipidique et stimulait l'activité antioxydante liée à la glutathion peroxydase13.

    Des effets bénéfiques sur des maladies inflammatoires

    Le neem est utilisé dans le traitement des rhumatismes et de l'arthrite aussi bien que dans d'autres maladies inflammatoires. De nombreux travaux de recherches ont montré les propriétés anti-inflammatoires du neem14. D'autres ont montré que l'un de ses principes actifs, la nimbidin, extrait de ses graines, exerçait une action bénéfique sur l'arthrite et sur l'inflammation. L'action anti-inflammatoire du neem se traduit par différents types d'activités contre l'inflammation aiguë ou chronique. La forte inhibition de l'inflammation immédiate et aiguë provoquée par le neem suggère qu'il prévient la libération de substances neurochimiques induisant l'inflammation comme des prostaglandines. Une étude a effectivement montré qu'un extrait de feuilles de neem inhibait plus efficacement les prostaglandines que ne le faisait l'aspirine15.

    Un effet hépatoprotecteur

    Des recherches ont montré qu'un extrait aqueux de feuilles de neem offrait une protection contre la nécrose hépatique induite chez des rats par du paracétamol. Les niveaux élevés d'AST, d'ALT et de GGT, indicateurs de lésions du foie, ont été significativement diminués par l'administration de l'extrait aqueux de feuilles de neem16. L'effet antiulcère d'un extrait aqueux de feuilles de neem a été examiné chez des rats exposés au stress ou à qui l'on avait fait ingérer de l'éthanol. L'extrait a été administré à des doses de 10, 40 ou 160 mg de feuilles par kg de poids en une fois ou par une série de cinq doses en prétraitement. Le neem a réduit de façon dose-dépendante la sévérité de l'ulcère gastrique chez les rats soumis au stress et a également diminué les lésions provoquées par l'éthanol sur la muqueuse gastrique. L'extrait semble prévenir la dégranulation des mastocytes et augmenter les quantités de mucus gastrique chez les animaux stressés. Cela pourrait expliquer, au moins en partie, le mode d'action antiulcère du neem17. En laboratoire, on a montré qu'un extrait aqueux d'écorce de neem avait une puissante activité antiulcère et de sécrétions antiacides18.

    Une activité hypoglycémiante

    Un extrait aqueux de feuilles de neem diminuait de façon significative les niveaux de la glycémie et prévenait l'hyperglycémie induite par le glucose19. Administré par voie orale, un extrait aqueux de feuilles de neem provoquait une hypoglycémie chez des rats en bonne santé et une diminution de la glycémie chez des rats avec un diabète induit de façon expérimentale20.
    L'effet hypoglycémiant de l'extrait de feuilles de neem pourrait être dû à la présence d'un flavonoïde, la quercétine.

    Neem et malaria

    La malaria est une des fièvres les plus fréquentes en Inde et sous les tropiques. L'extrait de feuilles de neem est prescrit depuis des temps immémoriaux pour traiter la malaria par les praticiens indiens de la médecine ayurvédique. Des feuilles séchées sont utilisées en tisane par les populations du Niger et d'Haïti pour soigner cette maladie.

    La malaria est une des fièvres les plus fréquentes en Inde et sous les tropiques. L'extrait de feuilles de neem est prescrit depuis des temps immémoriaux pour traiter la malaria par les praticiens indiens de la médecine ayurvédique. Des feuilles séchées sont utilisées en tisane par les populations du Niger et d'Haïti pour soigner cette maladie.

    La recherche a montré que le neem est toxique pour les parasites de la malaria et qu'il peut réduire la fièvre dont souffrent les patients atteints de cette maladie. Des extraits aqueux ou alcooliques de feuilles de neem ont montré leur efficacité contre le parasite P. falciparum.

    Des travaux en Inde ont rapporté que des composants d'un extrait alcoolique de feuilles et de graines de neem étaient efficaces contre des souches de parasites de la malaria sensibles ou résistantes à la chloroquine21. Les différents extraits testés réprimaient la croissance des parasites en 72 heures.

    Bien que ces résultats ne soient que préliminaires, ces données indiquent une ligne de recherche intéressante. Il faut noter que si les extraits de neem combattent efficacement les parasites de la maladie, on n'a jamais montré qu'ils étaient capables de prévenir le développement de l'infection dans l'organisme.

    Une activité anticancéreuse

    En Inde et dans le Sud-Est asiatique, les praticiens de la médecine ayurvédique ont utilisé avec succès le neem pour réduire des tumeurs. Des études montrent une activité anticancéreuse d'extraits aqueux de feuilles de neem. Des rapports ont examiné l'utilisation d'extraits de neem pour traiter des patients souffrant de différentes formes de cancer22.

    L'effet anticancéreux de deux doses différentes (250 et 500 mg par kg de poids) d'un extrait alcoolique de feuille de neem a été étudié sur des souris chez lesquelles des cancers avaient été chimiquement induits. Les résultats ont montré que les deux doses d'extrait de feuilles de neem réduisaient l'incidence des tumeurs23.

    Références :
    1- Khan and Wassilew, 1987.
    2- Chopra, Gupta and Nair, 1952.
    3- Schneider, 1986.
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    5- Satyavatu, Raina and Sharma, 1976.
    6- Baswa, Rath, Dash et al., 2001.
    7- M. Elvin-Lewis, 1980.
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    9- Pai MR et al., 2004.
    10- Informations de D .W. Unander.
    11- Information de H. Schmutterer.
    12- Badam, Koshi and Bedekar, 1999.
    13- Subapriya et al., 2004.
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    15- Okpako, 1977.
    16- Bhanwra et al., 2000.
    17- Garg et al., 1993.
    18- Bandyopadyay, 1998.
    19- Murty et al., 1978.
    20- El-hawary et al., 1990.
    21- Badam et al., 1987.
    22- Hartwell, 1982.
    23- Dasgupta et al., 2004.
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