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26-09-2016

Die Forscher rufen zur systematischen Einnahme von Jodsupplementen während der Schwangerschaft und des Stillens auf

JodsupplementenEs ist endlich passiert! Eine Gruppe von britischen Wissenschaftlern hat sich öffentlich zugunsten einer systematischen Supplementation mit Jod während der Schwangerschaft und des Stillens ausgesprochen1. Diese starke Nachricht, die in der angesehenen Fachzeitschrift The Lancet veröffentlicht wurde, war umso dringender, als die Beweise sich seit mehreren Jahren anhäufen. Diese Forscher haben geurteilt, dass es unverantwortlich geworden ist, die Bevölkerung nicht über die Risiken in Kenntnis zu setzen, die an diesem “häufigen Problem” haften, das zu “Entwicklungsverzögerungen beim Kind” führt.

Wie haben sich die Forscher von dieser Notwendigkeit überzeugt? Indem sie ganz einfach die verfügbaren Daten, die aus schon veröffentlichten Studien stammen, untersucht haben. Diese Untersuchung hat es ihnen ermöglicht zu zeigen, dass eine Supplementation mit Jod der Mama dem Kind einen Gewinn von durchschnittlich 1,22 Punkten auf der IQ-Skala beschert hat. “Selbst ein geringer Jodmangel während der Schwangerschaft ist mit einem niedrigeren IQ beim Kind assoziiert” versichert Kate Jolly, eine der Autoren der Studie. Über den sanitären Aspekt hinaus würde es eine solche Supplementation laut ihnen ermöglichen, 6.360 € pro Schwangerschaft für die Gesellschaft zu sparen.

Diese Überlegung ist jedoch nicht neu: seit mehreren Jahren empfehlen einige anerkannte Einrichtungen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die tägliche Einnahme von Jod während der Schwangerschaft. Man kann sich folglich fragen, warum es immer noch keine Empfehlung seitens der Regierung gibt, die in diese Richtung geht.

Jodmängel: mentale Störungen und IQ-Verluste beim Kind

Sicher sind die Jodmängel, die früher äuβerst verbreitet waren, fast in den westlichen Ländern verschwunden, hauptsächlich dank des systematischen Vorkommens von Jod in dem kommerzialisierten Salz. Es kommt jedoch häufig genug vor, dass leichte Mängel erkannt werden, insbesondere bei den schwangeren Frauen.

Nun könnten diese leichten Defizite aber, laut mehreren Studien, der Ursprung für neurologische Entwicklungsstörungen beim Kind sein. Eine aktuelle britische Studie2 hat gezeigt, dass ein Jodmangel während der Schwangerschaft, selbst gering, die Entwicklung des Gehirns des zu geborenen Kindes beeinträchtigt hat. Die Autoren der Studie waren übrigens erstaunt über die wenigen Forscher, die sich für die Auswirkung eines leichten Jodmangels interessiert haben, obwohl doch die sehr schädlichen Effekte eines schweren Jodmangels gut bekannt sind.

Wenn man das Risiko von bedeutenden neurologischen Störungen abwendet, beeinflussen diese leichten Mängel auch den IQ der Kinder3, genauso wie zahlreiche Faktoren, wie die Familieneinkommen, das Bildungsniveau, die mentale Gesundheit der Eltern, usw. Es ist so auffallend, die langfristigen Effekte einer Supplementation mit Jod während der Schwangerschaft in diesem spezifischen Bereich festzustellen. Vor einem Jahr hat es ein australianisches Team geschafft unter Beweis zu stellen, dass sie positive Effekte auf die Lernfähigkeit des Kindes neun Jahre nach seiner Geburt aufgewiesen hat! Ein solcher Beweis hat sie dazu geführt, den zukünftigen Müttern zu empfehlen, Nahrungsmittel reich an Jod, wie Fisch (geräucherter Schellfisch, Lachs und Kabeljau) , Butter und Eier zu konsumieren. Hatten sie “vergessen”, dass mehrere Organismen, wie die ANSES (die für Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz und Arbeitsschutz zuständige Behörde in Frankreich) den schwangeren Frauen davon abraten, mehr als 2 mal die Woche Fisch zu verzehren? Warum nicht vielmehr eine Supplementation mit Jod, die jetzt sehr gut dokumentiert ist, empfehlen?

Warum sich mit Jod supplementieren?

Das Jod ist im Organismus insbesondere in der Synthese von zwei Schilddrüsenhormonen, das T4 und das T3, impliziert: fast 80% des absorbierten Jods wird so von der Schilddrüse eingefangen. Wenn sie keine angemessene Zufuhr an Jod erhält, erhöht sich ihre Gröβe so, dass es noch mehr konzentriert wird. Das ist genau das, was das unästhetische Auftreten des kolloiden Kropfes im Bereich des Halses zur Folge hat.

Diese schweren Jodmängel, die äuβerst häufig vorkamen, waren für schwerwiegende geistige Defizite verantwortlich, assoziiert mit einem Syndrom, das von den Menschen, die die modernen Flüche herbeiführen, gut bekannt ist: der Kretinismus. Die betroffenen Kinder sind nicht gewachsen und haben unter wichtigen kognitiven Störungen gelitten. Da dies weit vom Meer, aber in den Bergen eingetreten ist, ist der Ausdruck “Hinterwäldler” geblieben. Man schätzt, dass 90% der Bevölkerungen, die in den Hochtälern der schweizerischen Alpen gewohnt haben, einen Kropf gehabt haben und 2% hat unter Kretinismus gelitten4. Heutzutage ist dieses Syndrom in den westlichen Ländern vollkommen verschwunden, im Gegensatz zu den restlichen Ländern in der Welt: man schätzt, dass 2 Millionen Kinder jährlich betroffen sind5,6.
Dieser apparente Erfolg gegen die Kröpfe und gegen den Kretinismus hat jahrelang die Verbindung, die noch zwischen den leichten Jodmängeln und den geistigen Störungen weiter bestanden hat, verdeckt.

Warum ist es so schwer, das Jod in der Umwelt zu finden?

Die groβe Mehrheit des Jods, die in der Umwelt vorhanden ist, befindet sich im Meerwasser (und folglich in den Tieren und Pflanzen, die sich dort befinden), selbst wenn eine ganz kleine Menge die Atmosphäre und die meernahen Böden, durch die Niederschläge, durchquert. Deshalb haben die Menschen, die weit vom Meer entfernt sind und erst recht in Höhenlagen wohnen, wenig Möglichkeiten, alle ihre Jodbedürfnisse zu decken. In den betroffenen westlichen Ländern sind die schwerwiegenden Mängel (unterhalb von 20 μg/Tag) übrigens erst selten ab dem Moment geworden, wo man sich dazu entschieden hat, mit Jod supplementiertes Salz in den Handel zu bringen. Diese Maβnahme, die äuβerst gefährlich ist, hat es trotzdem nicht ermöglicht, die gemäβigten und leichten Mängel auszurotten, da das Salz, ganz ehrlich gesagt, nicht das Nahrungsmittel ist, das man freiwillig allen empfehlen würde. Einige müssen auf es aus gesundheitlichen Gründen verzichten, andere bevorzugen es zu vermeiden, um kardiovaskulären Störungen vorzubeugen.

Welche sind die idealen Joddosen?

Die idealen Joddosen und maximalen Toleranzschwellen sind sehr umstritten. Einige Studien haben gezeigt, dass bei einer Zufuhr von mehr als 1,1 mg täglich, einige Personen die Symptome einer chronischen Intoxikation gezeigt haben. Die Autoren dieser Studie haben auch suggeriert, dass ein Überschuss an eingenommenem Jod paradoxerweise die Synthese der Schilddrüsenhormone hemmen konnte und zu einem Ergebnis führen kann, das dem erhofften entgegengesetzt ist. Die Nebenwirkungen würden jedoch minimiert werden, wenn die Dosen nach und nach erhöht werden7. Mehrere Studien zeigen sogar, dass höhere Dosen an der mutmaβlichen Grenze völlig “sicher” unter medizinischer Überwachung eines Arztes sein würden8,9.

Zahlreiche Forscher, die von den positiven Auswirkungen von Jod in den höchsten Dosen überzeugt sind, verlangen übrigens, dass diese Grenze angehoben wird. In einigen Regionen dieser Welt, wie in Japan, liegt die tägliche Zufuhr an Jod durch die Nahrung zwischen 5.000 und 13.000 μg ohne die geringste Nebenwirkung10, das entspricht fast 13 mal der Grenze, die angeblich für den Organismus akzeptierbar ist … Solche Zufuhren, und erst recht in einem Land, wo man am ältesten auf der Welt wird, haben mehrere Ärzte, wie den Doktor Brownstein, dazu gebracht, Werke zugunsten einer Supplementation mit Jod zu veröffentlichen.
Das Nationale Institut der Medizin hat die angemessenen Zufuhren auf 110 μg (0,11 mg) täglich für die Neugeborenen und 130 μg (0,13 mg) für die Babys von 7 bis 12 Monaten festgelegt. Für die Gröβeren schwanken die Empfehlungen zwischen 150 μg (Personen über 14 Jahre) bis 209 μg (schwangere Frauen) und bis zu 290 μg (stillende Frauen).

Zahlreiche Forscher machen sich erneut Gedanken hinsichtlich dieser empfohlenen Tageszufuhr, die auf Grundlage der Menge berechnet wird, die die Schilddrüse benötigt, um einen Kropf zu vermeiden. Müsste diese nicht in Abhängigkeit von den positiven Auswirkungen für den gesamten Organismus kalkuliert werden? Alle Drüsen des menschlichen Körpers benötigen Jod, um auf optimale Weise zu funktionieren und dies ist der Grund, warum zahlreiche Autoren denken, dass die Individuen eher 1.000 bis 3.000 μg täglich konsumieren sollten. Die Behörden passen sich vielleicht in den kommenden Jahren an: seit Anfang des XX. Jahrhunderts wurden die empfohlenen Dosen ununterbrochen erhöht, genauso wie die dem Salz hinzugefügten Mengen.

Seine Jodzufuhr völlig sicher erhöhen

Da es offensichtlich undenkbar ist, die Menge des Salzes zu erhöhen, um seine Jodzufuhr zu erhöhen, und da nicht alle zwingend Zugang zu frischen Meeresprodukten haben, erscheint die Supplementation mit Jod, dank einer Lugol'schen Jodlösung zum Beispiel, als ideale Wahl. Ein Tropfen pro Tag (das entspricht 2,5 mg) scheint eine angemessene Dosis zu sein: es ist sogar möglich, die Dosis unter ärztlicher Aufsicht nach und nach ein wenig zu erhöhen. Nicht nur die schwangeren und stillenden Frauen sollten dies in Betracht ziehen: bestimmte Diäten und Lebensweisen können eine Person für die Entwicklung eines leichten oder gemäβigten Jodmangels empfänglich machen. Die Personen, die viele Produkte reich an Brom essen, wie die Bäckereiprodukte, die Vegetarier und Veganer, die, die keine Meeresprodukte mögen oder Salz vermeiden, würden gut beraten sein, es auszuprobieren. Aber in der Realität ist jeder von uns imstande, einen Jodmangel zu erleiden. Die Empfehlungen, die viel zu niedrig im Verhältnis zu unseren wirklichen Bedürfnissen beurteilt werden, sind dabei sicherlich nicht fremd …


Références

1. Monahan, Mark et al. Costs and benefits of iodine supplementation for pregnant women in a mildly to moderately iodine-deficient population: a modelling analysis, The Lancet Diabetes & Endocrinology , Volume 3 , Issue 9 , 715-722
2. Bath S et al. Effect of inadequate iodine status in UK pregnant women on cognitive outcomes in their children: results from the Avon Longitudinal Study of Parents and Children (ALSPAC) The Lancet , Volume 382 , Issue 9889 , 331 – 337, 2013
3. Trumpff C. et coll. : Thyroid-Stimulating Hormone (TSH) Concentration at Birth in Belgian Neonates and Cognitive Development at Preschool Age. Nutrients 2015, 7 : 9018-9032
4. H. Bircher, Der endemische Kropf und seine Beziehungen zur Taubstummheit und zum Cretinismus, 1883
5. Sana Syed, Iodine and the “Near” Eradication of Cretinism, Pediatrics, April 2015, VOLUME 135 / ISSUE 4.
6. Stanbury JB. The Iodine Trail: Exploring Iodine Deficiency and Its Prevention Around the World. Jackson, MS: Farber Public Relations; 2008
7. Sterling JB, Heymann WR. Potassium iodide in dermatology: a 19th century drug for the 21st century-uses, pharmacology, adverse effects, and contraindications. J Am Acad Dermatol 2000;43:691-7.
8. Ghent WR, Eskin BA, Low DA, Hill LP. Iodine replacement in fibrocystic disease of the breast. Can J Surg 1993;36:453-60.
9. Potassium iodide for nuclear exposure. Pharmacist's Letter/Prescriber's Letter 2001;17(12):171214.
10. Patrick L. Iodine: Deficiency and therapeutic considerations. Altern Med Rev 2008
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