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22-02-2018

Unsere Darmbakterien beeinflussen auch unsere Stresswerte

stress Darm Seit einigen Jahren entdeckt man mit Staunen die unzähligen Implikationen unserer Mikrobiota in die gute Funktionsweise unseres Körpers. Fast jede Woche verleiht man diesen 100.000 Milliarden Mikroorganismen, die in unserem Organismus leben, eine neue Rolle auf einen bestimmten Mechanismus unserer Gesundheit. Man hat zunächst geglaubt, dass sie sich auf die Verdauung beschränkt, aber dann hat sie sich auf die Immunität, die Prävention von chronischen Erkrankungen, die Inflammation, die Stimmungsschwankungen, die Regulation des Nervensystems ausgedehnt und jetzt erfährt man, dass ihre Qualität auf die Wahrscheinlichkeit Einfluss hat, unter posttraumatischen Stressbeschwerden zu leiden1.

Die Wichtigkeit der Qualität der Mikrobiota

Wenn Sie nicht diese sehr häufig auftretende Beschwerde kennen, sollten Sie wissen, dass Sie ein Opfer nach einem traumatisierenden Erlebnis sein können, wie ein Autounfall, körperliche und sexuelle Misshandlungen oder eine Naturkatastrophe. Es ist ein sehr weit verbreitetes Phänomen, das eine Anzahl von sich wiederholenden Symptomen, wie Albträume, sich wiederholende und überwältigende Erinnerungen, Verdrängung, emotionale Alterationen und Hyperaktivierung des Nervensystems (Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Wachsamkeit) hervorruft, aber es tritt nicht bei jedem auf. Für das gleiche traumatisierende Erlebnis kann ein Individuum einen posttraumatischen Stress entwickeln, während ein anderes dem vollkommen entkommt. Dieses ungewisse Schicksal ist eine einfache Angelegenheit von Kopf oder Zahl: die Forscher haben genau da festgestellt, dass die schlechten Erfahrungen, die mit der Kindheit assoziiert sind sowie eine schlechte Lebenshygiene das Schicksal eines Individuums auf die falsche Seite der Waage neigen können. Aber ein neuer Faktor scheint geradeheraus die Rolle des Zufalls in diesem Abschluss zu leugnen: die Qualität der Mikrobiota. Als sie die Mikrobiota von Personen verglichen haben, die unter posttraumatischen Störungen leiden, mit denen von Personen, die diesen trotz der Erfahrung eines traumatisierenden Erlebnisses entkommen sind, haben die Forscher einen großen Unterschied festgestellt. Die Opfer des posttraumatischen Stresses haben deutlich reduzierte Mengen von 3 Bakterientypen aufgewiesen: Actinobacteria, Lentisphaerae und Verrucomicrobia. Nun sind zwei bekannte Funktionen dieser Bakterien die Regulation des Immunsystems und die Modulation der Entzündungswerte. Während des traumatischen Stresses haben die Forscher überhebliche Entzündungsantworten sowie eine Verschlechterung der regulierenden T-Lymphozyten, diese Zellen, die gegen die anormalen Immunantworten kämpfen, die man vor allem bei Allergien, Autoimmunkrankheiten und Transplantatabstoßungen vorfindet, unter Beweis gestellt2-3. Sie haben auch festgestellt, dass die Personen, die vor dem traumatisierenden Erlebnis hohe Werte des C-reaktiven Proteins (ein unleugbarer Marker der Inflammation) aufgewiesen haben, empfänglicher dafür waren, unter einem posttraumatischen Stress zu leiden4.

Unsere Bakterien und unser Nervensystem kommunizieren untereinander

Diese Studie ruft die Existenz einer lebenswichtigen Kommunikation zwischen unserem zentralen Nervensystem und unserer intestinalen Mikrobiota in Erinnerung. Wenn schädliche Veränderungen eintreten, zum Beispiel als Folge einer Antibiotikabehandlung oder einer schlecht ausgewogenen Ernährung, muss man mit direkten Folgen auf die kognitive Funktion5, auf die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse, die man auch als Stressachse bezeichnet und mit dem Dominoeffekt auf die Fähigkeit des Organismus, einer bestimmten Anzahl von Krankheiten vorzubeugen oder zu beschleunigen, rechnen6. Diese Folgen auf unser zentrales Nervensystem haben selber Auswirkungen auf die Mikrobiota und haben so einen genauso heimtückischen wie zerstörenden Teufelskreis zur Folge7. Die Glukocorticoide, die vom Organismus bei Stress ausgeschieden werden, begünstigen zum Beispiel die Ausbreitung einer pathogenen Bakterie, Helicobacter spp, die ihrerseits alle chronischen Entzündungskrankheiten begünstigt und verschlimmert8.
Glücklicherweise ist es möglich, einzugreifen, um die gesunden Bakterienbevölkerungen in der Mikrobiota wiederherzustellen und den posttraumatischen Stress zu vermeiden, das heißt, Mikroorganismen, die günstig auf die Mikrobiota wirken werden, indem sie die pathogenen Arten eliminieren. Zwei kompatible Möglichkeiten bieten sich Ihnen:
  • entweder danach zu streben, die Bakterien der Art Helicobacter, die bei zahlreichen chronischen Erkrankungen heutzutage in Frage stehen, durch spezifisch gegen die Bakterien dieser Art ausgerichtete Supplemente zu eliminieren, wie Pylori Fight.
  • oder an allen Fronten zu wirken, dank einer wirkungsvollen Mischung aus Probiotika, wie Probio Forte, das nicht weniger als 8 Milliarden Mikroorganismen pro Kapsel und 5 unterschiedliche Bakterienstämme enthält.
Dieser Bereich der Medizin ist in jedem Fall voll im Aufschwung und Bestandteil von zahlreichen Forschungsarbeiten im internationalen Umfeld und ruft zahlreiche Hoffnungen hervor, um definitiv die chronischen Krankheiten und die stressbedingten Störungen zu bekämpfen.



Literaturverzeichnis
1. Sian M.J. Hemmings, Stefanie Malan-Müller, et al. The Microbiome in Posttraumatic Stress Disorder and Trauma-Exposed Controls. Psychosomatic Medicine, 2017; 79 (8): 936 DOI: 10.1097/PSY.0000000000000512
2. Sommershof A, Aichinger H, Engler H, Adenauer H, Catani C, Boneberg EM, Elbert T, Groettrup M, Kolassa IT. Substantial reduction of naive and regulatory T cells following traumatic stress. Brain Behav Immun 2009;23(8):1117-24
3. Morath J, Gola H, Sommershof A, Hamuni G, Kolassa S, Catani C, Adenauer H, RufLeuschner M, Schauer M, Elbert T, Groettrup M, Kolassa IT. The effect of trauma-focused therapy on the altered T cell distribution in individuals with PTSD: evidence from a randomized controlled trial. J Psychiatr Res 2014;54:1- 10.
4. Eraly SA, Nievergelt CM, Maihofer AX, Barkauskas DA, Biswas N, Agorastos A, O'Connor DT, Baker DG. Assessment of plasma C-reactive protein as a biomarker of posttraumatic stress disorder risk. JAMA Psychiatry 2014;71(4):423-31.
5. Cryan JF, Dinan TG. Mind-altering microorganisms: the impact of the gut microbiota on brain and behaviour. Nat Rev Neurosci 2012;13(10):701-12.
6. Pace TW, Heim CM. A short review on the psychoneuroimmunology of posttraumatic stress disorder: from risk factors to medical comorbidities. Brain Behav Immun 2011;25(1):6-13
7. Round JL, Mazmanian SK. The gut microbiota shapes intestinal immune responses during health and disease. Nat Rev Immunol 2009;9(5):313-23.
8. Wang CM, Kaltenboeck B. Exacerbation of chronic inflammatory diseases by infectious agents: Fact or fiction? World J Diabetes 2010;1(2):27-35
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