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04-09-2019

Welches Alter haben Ihre Lungen? Die Geschichte ihrer Abschwächung und was Sie tun können, um sie zu verlangsamen

alter Lunge Wussten Sie, dass von allen Ihren Organen die Lungen die ersten sind, die vom Altern betroffen sind? Wie die Haut weisen sie die Besonderheit auf, den höchsten Sauerstoffpartialdruck, den man im Organismus vorfinden kann, aufzuweisen. Der Sauerstoff ist jedoch ein sehr bekannter Alterungsfaktor.

Alle Tiere brauchen Sauerstoff zur Energieproduktion, aber der Mechanismus ist unvollkommen: er erzeugt die Bildung von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS), für den Organismus potenziell toxische Abfallstoffe. Dieser Abfall neigt dazu, alle ihn umgebenden Zellverbindungen zu stören und man benötigt ständig eine Armee von antioxidativen Molekülen, um sie daran zu hindern. Antioxidantien, die direkt vom Organismus synthetisiert werden können oder aus den verzehrten Nahrungsmitteln geschöpft werden.
Leider kommt es manchmal vor, dass die Antioxidantien von den Ereignissen überholt werden und dass sich die ROS momentan oder dauerhaft in Überzahl befinden (zum Beispiel im Fall von Infektion, atmosphärischer Verschmutzung, Tabakkonsum oder chronischer Erkrankung). Genau dieses Ungleichgewicht ermöglicht es den ROS, die umliegenden Gewebe anzugreifen1 und die Lungengewebe stehen an erster Stelle. Das Epithelium der Atemwege ist übrigens ganz besonders empfindlich, da die antioxidativen Enzyme nur sehr schwach in den Zellen ausgeprägt werden2.
Häufig sind diese Ungleichgewichte nur temporär, aber wenn sie nacheinander erfolgen, wird man sich bewusst, dass die langfristigen Schäden von Bedeutung sind. Und je zahlreicher die Schäden sind, desto weniger wirksam sind die antioxidativen Abwehrkräfte (da die “Notiz”, die zu ihrer Herstellung gedient hat, unleserlich geworden) und umso mehr wird das Altern beschleunigt!

Das “normale” Altern der Lungen beginnt mit 30 Jahren

Was würde passieren, wenn der Mensch exklusiv einer aus Disauerstoff bestehenden Atmosphäre ausgesetzt wird? Die Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass die Lungenschäden schnell im Bereich der Blut-Luft-Schranke eintreten und dass 24 Stunden ausreichen, um ein akutes Atemnotsyndrom hervorzurufen3. Diese Toxizität erklärt sich hauptsächlich durch die Produktion von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) in Konzentrationen, die die antioxidativen Kapazitäten des Organismus übertreffen. Diese Abfälle verursachen unüberwindbare Schäden, die eine sehr bedeutende Entzündungsreaktion hervorrufen.
In normalen atmosphärischen Konzentrationen sind die Schäden nie sehr ausgeprägt, auch weil es die antioxidativen Systeme des Organismus schaffen, den Schaden möglichst zu vermeiden. Aber langfristig häufen sich die kleinen Schäden an und werden zu großen Schäden: das ist das Altern. Die Telomere (die in der Langlebigkeit impliziert sind) sind verkürzt, die Reparaturmechanismen funktionieren nicht mehr so gut, die antioxidativen Systeme werden schwächer, was noch mehr die Effekte des Alterns erhöht. Die Lungengewebe sind weniger elastisch und durchlässiger: ab 30 Jahren verringert sich die exspiratorische Einsekundenkapazität (FEV1) um 30 ml im Durchschnitt jedes Jahr, aber die Geschwindigkeit dieser Abnahme beschleunigt sich mit der Zeit4-5. Was den maximalen Sauerstoffverbrauch anbetrifft, so steigt dieser von 45 ml/Min/kg im Alter von 20 Jahren auf 18 ml/Min/kg mit 80 Jahren an (das sind 60 % weniger) 6-7.
Diese Zahlen sprechen für sich, aber reflektieren nicht die Realität. Die Wahrheit ist, dass Ihre Lungen selten das gleiche Alter wie Sie haben. Zahlreiche andere Faktoren werden dieses natürliche Phänomen vorantreiben und beschleunigen, so dass Personen über 35 Jahren schon wahre Lungen von “Greisen” haben können. Natürlich ist auch der genetische Aspekt daran beteiligt, aber die wichtigsten Faktoren sind bei weitem die atmosphärische Verschmutzung (vor allem die Dieselpartikel und das Ozon) und der Tabak8-9: man schätzt, dass die reaktiven Sauerstoffspezies in den Lungen von älteren Rauchern um den Faktor 4, im Vergleich zu den Nichtrauchern, erhöht sind2. Das ist eine beachtliche Zahl, die zum schnellen Altern der Lungen beiträgt, zumal die antioxidative Aktivität der Alveolarmakrophagen auch mit der Zeit im Fall von übermäßigem Tabakkonsum abnimmt.

Wie diese Abnahme verlangsamen?

Zusätzlich zum sofortigen Aufhören des Rauchens gibt es zwei wichtige Maßnahmen, sich diesem schrecklichen Countdown zu widersetzen: die körperliche Aktivität und der Konsum von Antioxidantien, die eigentlich die reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) neutralisieren sollten. Die körperliche Aktivität10 spielt in jedem Alter eine wesentliche Rolle bei der Aufrechterhaltung und der Verbesserung der Atemkapazität. Jeder bricht mit den schlechten Gewohnheiten der körperlichen Untätigkeit, indem er sich einem Sport hingibt, der seinem Alter angepasst ist und sofort seine Lungenfunktion verbessert und ihre Abnahme verlangsamt. Allerdings kann es auch vorkommen, dass die Abnahme der Lungenfunktion schon so weit fortgeschritten ist, dass eine körperliche Aktivität nicht mehr möglich oder wirklich anstrengend ist. Diesen schrecklichen Moment muss man um jeden Preis vermeiden, wenn man nicht in eine wahrhafte Spirale des beschleunigten Alterns geraten will.
Die andere Maßnahme, um sich dem Altern der Lungen zu widersetzen, besteht darin, seinen Konsum an Antioxidantien zu erhöhen. Eine neue Studie11, die im Dezember 2017 erschienen ist, zeigt, dass der Verzehr von mindestens 3 Portionen frischen Früchten täglich, insbesondere Tomaten und Äpfel, deutlich das natürliche Altern der Lungen verlangsamt und dazu beiträgt, bestimmte schon verursachte Schäden zu reparieren. Laut diesen Arbeiten ist diese positive Wirkung noch prägnanter für Raucher und ehemalige Raucher.
Diese Schlussfolgerungen schließen sich den Feststellungen an, die von anderen Forschern getroffen wurden und laut denen der Konsum von Polyphenolen und Karotinoiden, die zwei großen Klassen von Phytonährstoffen mit antioxidativen Eigenschaften, mit einer besseren Lungenfunktion und einer Verlangsamung der Abnahme assoziiert ist12-15. Ist das wirklich eine Überraschung, wenn man weiß, dass diese Phytonährstoffe antioxidative Moleküle sind, die von den Pflanzen produziert werden, um sich gegen Aggressionen (Insekten, Krankheiten, ultraviolette Strahlen) zu wehren oder ausreichend interessant sind, um die Tiere zum Essen ihrer Früchte anzuregen? Es gibt von ihnen übrigens zahlreiche Sorten. Wenn man der vorausgehend erwähnten Studie vertraut, scheinen sich zwei von ihnen zum Schutz der Lungengewebe abzuheben:
  • Die Flavonoide, eine Kategorie von Polyphenolen. In der erwähnten Studie schreiben die Forscher die positiven Wirkungen der Äpfel ihrem Gehalt an Flavonoiden zu. Man findet diese antioxidativen Nährstoffe in verschiedenen Früchten oder in Supplementen, wie den Konzentraten aus Apfelpolyphenolen.
  • Die Lycopene, eine Kategorie von Karotinoiden. Man findet sie im Überschuss in den Tomaten, die Früchte, die in der Studie als am wirksamsten gegen die Verringerung der Atemfunktion erwähnt wurden. Es gibt übrigens Supplemente mit Lycopen, deren Hauptaufgabe es ist, den Krankheiten und der Hautalterung vorzubeugen.
Die Forschung hat übrigens gezeigt, wie wichtig es ist, die Antioxidantien untereinander zu kombinieren, um von ihren synergetischen Effekten zu profitieren. In der Praxis muss das natürlich durch einen höheren Konsum an frischen Früchten und Gemüse zum Ausdruck kommen, aber einige Supplemente, wie das AntiOxidant Synergy, stützen sich auf diese Daten, indem sie natürliche Extrakte, die zahlreiche Polyphenole und Karotinoide enthalten, assoziieren.
Wie Sie sehen, ist es nie zu spät, um sich der Abnahme entgegenzustellen, vor allem wenn eine so wesentliche Aktivität wie die Atmung betroffen ist. Eine gute Atemfunktion ist essentiell, um eine gemäßigte körperliche Aktivität aufrechtzuhalten, die praktisch alle Funktionen des Organismus, einschließlich die Qualität der Immunantwort und die Langlebigkeit, beeinflusst.



Literaturverzeichnis
1. Halliwell B, Gutteridge JMC. Free radicals in biology and medicine, 2e ed.. Oxford, UK : Clarendon, 1989.
2. Aubier M, Marthan R et al. BPCO et inflammation: mise au point d’un groupe d’experts. Les mécanismes de l’inflammation et du remodelage, Revue des Maladies Respiratoires Volume 27, numéro 10 pages 1254-1266 (décembre 2010) Doi : 10.1016/j.rmr.2010.10.004
3. Deby-Dupont G, Deby C, Lamy M. Données actuelles sur la toxicité de l’oxygène. Réanimation, 2002, 11, 28-39.
4. Dockery DW, Ware JH, Ferris BG, et coll. : Distribution of forced expiratory volume in one second and forced vital capacity in healthy, white, adult never-smokers in six U.S. cities. Am Rev Respir Dis 1985 ; 131 : 511-20.
5. Enright PL, Konmal RA, Higgins M, Schenker M, Haponik EF. Spirometry reference values for women and men 65 to 85 years age : cardiovascular health study. Am Rev Respir Dis 1993 ; 147 : 125-33.
6. Prefaut C, Masse-Biron J : Aptitude physique aérobie et vieillissement. Sciences et Sports 1989 ; 4 : 185-91.
7. Astrand PO, Hallback I, Kilbom A : Reduction in maximal oxygen uptake with age. J Appl Physiol 1973 ; 35 : 649-54.
8. Sherman CB, Xiping Xu, Speizer FE, Ferris BG, Jr., Weiss ST. Dockery DW : Longitudinal lung function decline in subjects with respiartory symptoms. Am Rev Respir Dis 1992 ; 146 : 855-9.
9. Griffith KA, Sherrill DL, Siegel EM, Manolio TA, Bonekat HW, Enright PL : Predictors of loss of lung function in the elderly : the cardiovascular health study. Am J Respir Crit Care Med 2001 ; 163 : 61-8.
10. Guénard H. Rouatbi S. Aspects physiologiques du vieillissement respiratoire, Revue des Maladies Respiratoires Vol 21, N° 5-c3 - novembre 2004 pp. 813
11. Garcia-Larsen V, Potts JF, Omenaas E, et al. Dietary antioxidants and 10-year lung function decline in adults from the ECRHS survey. Eur Respir J 2017; 50: 1602286 [https://doi.org/10.1183/ 13993003.02286-2016].
12. Garcia-Larsen V, Amigo H, Bustos P, et al. Ventilatory function in young adults and dietary antioxidant intake. Nutrients 2015; 7: 2879–2896.
13. Tabak C, Smit HA, Heederik D, et al. Diet and chronic obstructive pulmonary disease: independent beneficial effects of fruits, whole grains, and alcohol (the MORGEN study). Clin Exp Allergy 2001; 31: 747–755.
14. Mehta AJ, Cassidy A, Litonjua AA, et al. Dietary anthocyanin intake and age-related decline in lung function: longitudinal findings from the VA Normative Aging Study. Am J Clin Nutr 2016; 103: 542–550.
15. Shaheen SO, Jameson KA, Syddall HE, et al. The relationship of dietary patterns with adult lung function and COPD. Eur Respir J 2010; 36: 277–284.
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